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«Nüjigkiite usem Diemtigtal»
Infos & Neuigkeiten
Aktuelles aus dem Naturpark Diemtigtal
Invasive Neophyten
Gewinne mit invasiven Neophyten!
Mach mit beim grossen Neophyten-Wettbewerb. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass du die Neophyten richtig und gewissenhaft entfernst und per App oder Papierformular dokumentierst. Jäte draussen im Wald, am Bach oder bei dir im Garten.
So gehts:
- Du lädst die InvasivApp gratis von deinem App-Anbieter auf dein Handy und registrierst dich, oder du druckst das Formular aus
- Du dokumentierst deine Sichtungen und Bekämpfungen
- Du entsorgst die Neophyten im Hausmüll
- Die Daten aus der App, beziehungsweise das Formular, schickst du bis spätestens am 31. Oktober 2026 via E-Mail an heinz.lerch@diemtigtal.ch
Ganz klar: du darfst die Neophyten auch ohne Wettbewerbsteilnahme bekämpfen.
Warum sind die invasiven Neophyten ein Problem?
Neophyten sind nicht einheimische Pflanzenarten. Viele, wie Geranien oder Kartoffeln, sind unproblematisch und kulturell etabliert. Einige wenige sind jedoch invasiv: sie breiten sich extrem aus, verdrängen einheimische Pflanzen und entziehen Tieren Nahrung und Lebensraum. Zudem verändern sie unsere Landschaft, verursachen Probleme für Landwirtschaft und Menschen. Allergien, Verunkrautung oder Schäden an Infrastruktur und Schwelli sind die Folgen.
Anleitungen und Wettbewerbsbedingungen
InvasivApp oder Papierformular
Lass dich von den Funktionen der App begeistern! Es gibt Bestimmungshilfen mittels Fotos, Bildhochladefunktion, Links zu Pflanzenbeschrieben und Links, wie sie bekämpft werden sollen. Hier findest du die Bedienungsanleitung zur InvasivApp. Falls du ohne App mitmachen möchtest, haben wir dir hier das Papierformular verlinkt.
Nebst den allgemeinen Infos und dem Ort, welche im InvasivApp eingegeben werden müssen, sind folgende zusätzliche Angaben für die Teilnahme am Wettbewerb obligatorisch, damit wir deine Leistungen auswerten und überprüfen können:
- Für die Auswertung des Wettbewerbs werten wir das Total der Minuten aus, die du für die Bekämpfungen aufgewendet hast. Denn es ist ein Unterschied, ob du ein Einjähriges Berufkraut auszupfst oder einen alten Kirschlorbeer in deinem Garten auspickelst. Trage daher bei Bemerkungen zur Abundanz den Aufwand als Anzahl Minuten als einfache Zahl ein zum Beispiel 15 oder 120. Dies gibt an, welchen Aufwand du für die Bekämpfung (zum Beispiel auspickeln) der Pflanzen oder der Fläche pro «Beobachtung», aufgewendet hast.
- Folgende Angaben machen es später möglich, unter «Entwicklung der Population» die Veränderung zu dokumentieren, nachzuvollziehen und zu verifizieren.
- Bei Zähleinheit wählst du eine Option
- Abundanz gibst du den Mengenbereich an
- Bei der Bekämpfung trägst du «mechanisch» ein
Du machst zum Beispiel auf einem Wegstreckenteil eine «Beobachtung» und zählst oder schätzt, wie viele Exemplare oder Büschel du ausgepickelt hast. Oder wie viele Quadratmeter es ungefähr sind, auf denen du gearbeitet hast. Und wie lange du dafür hattest. Du musst also nicht alle paar Meter eine Meldung einer Einzelpflanze machen.
Fühl dich frei, weitere Angaben im InvasivApp zu machen, wenn du möchtest, zum Beispiel in den Bemerkungen.
Für den Download der Daten im Herbst oder Dokumentation am Computer ohne InvasivApp:
- Hier findest du das Neophyten-Feldbuch und die Bedienungsanleitung dafür
- Hier findest du die Download-/Exportanleitung deiner Daten vom InvasivApp via Neophyten-Feldbuch
Tipps
- Pass auf, dass du dir bei den Arbeiten keinen Schaden zufügst. Bekämpfe keine Neophyten an Standorten, welche für dich schwierig zugänglich sind oder wo eine Absturzgefährdung besteht. Mach aber im InvasivApp einen Eintrag mit der entsprechenden Bemerkung
- Halte den Schaden am Boden minimal. Offene Bodenflächen sind wie gemacht für die Besiedlung weiterer Problempflanzen
- Betrete keine eingezäunten Gärten
- Betrete keine Wiesen mit hohem (Heu-) Gras
- Sprich bei Zweifel mit dem Eigentümer vor Ort
- Trage einen robusten Abfallsack mit dir
Praktische Wettbewerbsbedingungen
- Für den Wettbewerb ist nur die mechanische Bekämpfung erlaubt
- Es zählt nur, wenn die Wurzel der Pflanze aus dem Boden kommt und ebenfalls entsorgt wird. Mähen zählt nicht, da dies meist nicht reicht oder die Situation sogar verschlimmern kann
- Einträge, bei denen die obligatorischen Eingaben fehlen, werden nicht gezählt
- Ausgewertet wird schlussendlich die Anzahl Minuten, welche du für die Bekämpfung aufgewendet hast
- Mache pro «Beobachtung» mit dem App ein paar Vorher- und Nachher-Bilder
- Gezählt werden nur die Standorte innerhalb des Perimeters des Naturparks Diemtigtal
- Für die Aussagekraft deiner Daten bezüglich des Bekämpfungsorts, der Anzahl Pflanzen, Pflanzenarten, des Aufwands und der Qualität der Bekämpfung werden Stichprobekontrollen vor Ort und nötigenfalls persönliche Befragungen durchgeführt
- Es werden keine Werkzeuge und keine Infrastruktur zur Verfügung gestellt
- Kosten und weiteren Aufwand für die Teilnehmenden werden keine vergütet
- Einsendeschluss der Daten ist der 31. Oktober 2026
Administrative Teilnahmebedingungen
Dieser Wettbewerb wird vom Naturpark Diemtigtal veranstaltet. Zur Teilnahme berechtigt sind alle natürlichen Personen. Eine Teilnahme im Rahmen der beruflichen Ausübung ist nicht berechtigt (z. B. das Neophytenteam des Naturparks). Der Zeitraum für eine Wettbewerbsteilnahme dauert vom 10. Mai bis zum 31. Oktober 2026. Einsendungen nach dem 31. Oktober werden nicht berücksichtigt. Die Teilnahme erfolgt durch das Einsenden der vollständigen Daten. Letztere werden für das weitere Neophytenmanagement übernommen. Für die Wettbewerbsteilnahme werden die persönlichen Daten benötigt, welche nach der Auslosung wieder gelöscht werden.
Die Gewinner und Gewinnerinnen werden schriftlich benachrichtig. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Versicherung ist Sache der Teilnehmenden. Für Schäden, welche den Teilnehmenden im Rahmen ihrer Teilnahme zustossen oder durch ihre Teilnahme Dritten zustossen, haften die Teilnehmenden selbst. Jegliche Haftung wird vom Veranstalter abgelehnt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Vertiefte Informationen zu den Neophyten
- Kirschlorbeer
- Nordamerikanische Goldruten
- Sommerflieder
- Einjähriges Berufkraut
- Drüsiges Springkraut
- Riesenbärenklau
- Korallenstrauch und weitere Cotoneaster-Arten
- Jungfernrebe
- Südafrikanisches Kreuzkraut
- Invasive Neophyten im blütenlosen Zustand erkennen
- Entfernte Neophyten in deinem Garten mit einheimischen Pflanzen ersetzen
Weitere Artenportraits zu den invasiven Neophyten und vielem mehr findest du hier im Abschnitt «Arten und Informationsblätter» oder hier auf der Webseite des Kantons Bern.
Offen oder zu?
Informiere dich über die offenen Anlagen, Pisten und Wanderwege im aktuellen Sommer- und Wintersportbericht!